Capsaicin

Capsaicin – Wirkungsweise, Wechselwirkungen (Nebenwirkungen), Gegenanzeigen

CapsaicinCapsaicin wird auch als Extrakt aus Cayennepfeffer oder Vanillylamid bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen aktiven Wirkstoff, welcher aus getrockneten Früchten des Cayennepfeffers gewonnen wird. Man wendet dieses Präparat in Form von Pflastern oder Cremes an, um gezielt Muskelschmerzen behandeln zu können, weiche in den meisten Fällen im Bereich der Wirbelsäule auftreten. Als ein weiteres Einsatzgebiet zählen hier Verhärtungen und Verspannungen von Muskeln, die aufgrund einer Fehlhaltung oder auch aufgrund von Zugluft auftreten. Mittlerweile aber ist Capsaicin sogar auch als Cayennepfeffer Tinktur (Capsaicin Tinktur) oder als Cayennepfeffer Kapseln (Capsaicin Kapseln) erhältlich.

Schmerzen lindern mit Capsaicin

Dabei behandelt Capsaicin wirkungsvoll diversen Arten von Schmerzen und bewirkt dabei gezielt, dass die Durchblutung in den Muskeln gefördert wird, die Verspannungen gelockert und somit die Schmerzen gelindert werden. Da das Präparat aus Cayennepfeffer gewonnen wird, erzeugt es nach der Anwendung ein Wärmegefühl auf der Haut sowie in den schmerzenden Muskelpartien. Dabei wird es stets von der Haut aufgenommen und entfaltet schon kurze Zeit später seine Wirkung, und zwar direkt in dem Gebiet, welches anhand von Schmerzen einhergeht. Diese Wirkungsweise geschieht dabei auf eine zweifache Art und Weise: Zum einen lindert Capsaicin die Schmerzen, indem es dazu in der Lage ist, durch eine so genannte biochemische Ebene vorübergehend die erneute Wiederaufnahme des bekannten Botenstoffes der Substanz P, welcher sich an den Nervenendigungen befindet, zu hemmen. Dieses bewirkt, dass die Weiterleitung des Schmerzes von einer Nervenzelle zur nächsten deutlich vermindert wird. Zum anderen aber reizt Capsaicin die Haut insoweit, dass aufgrund einer gesteigerten Durchblutung des Schmerzgebietes ein wohltuendes Gefühl von Wärme erzeugt wird. Daraufhin wird auch die Muskulatur besser mit Nährstoffen sowie mit Sauerstoff versorgt, welches als äußerst lindernd bei Verspannungen von Muskeln empfunden wird. Somit eignen sich sämtliche Arzneimittel, welche den Wirkstoff Capsaicin enthalten, gezielt als eine für durchaus positiv empfundene Unterstützung bei allen schmerzlindernden Behandlungen.

Wechselwirkungen von Capsaicin

Hinsichtlich der Wechselwirkungen (Nebenwirkungen) zwischen Capsaicin und anderen, gleichzeitig angewandten Arzneimitteln gilt es zu bedenken, dass man dieses Präparat nicht mit solchen kombinieren sollte, welche auf eine ähnliche Art und Weise dieselbe Wirkung besitzen. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn man zusätzlich noch anderen Salben oder Cremes anwendet, was dann eventuell zu einer Wirkungsverstärkung führen kann. Ebenso verhält es sich bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, welchen den Blutdruck senken, was ein verstärktes Auftreten von Husten zur Folge haben kann. Auch sollte man aufpassen, wenn man gleichzeitige so genannte Muskelrelaxantien, welche die Muskeln entspannen, einnimmt, denn dieses kann bewirken, dass es zu Rötungen, Schwellungen oder Juckreiz der Haut kommen kann.

Gegenanzeigen von Capsaicin

Wichtig ist es jedoch auch, zu wissen, dass unter der Anwendung von Capsaicin auch Gegenanzeigen auftreten können: Zum Beispiel darf man es nicht anwenden, wenn eine allergische oder eine Überempfindlichkeitsreaktion gegen Paprikagewächse besteht. Ebenso darf es nicht auf gereizter Haut oder auf Wunden angewandt werden, ebenso wie auf Hautpartien, welche eine Schwellung oder eine Rötung aufweisen. Zurückhaltung hinsichtlich der Anwendung sollte man immer dann sein, wenn keine Besserung erfolgt. Dann sollte man lieber einen Facharzt aufsuchen, um die Beschwerden gezielter behandeln zu können sowie der eigentlichen Ursache auf den Grund zu gehen. Auch darf Capsaicin nicht von Kindern angewandt werden, welche das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht haben.